
Die Idee:
Nicht jedes Schulgebäude, nicht jeder Stundenplan wird den Bedürfnissen aller Kinder in gleichem Maße gerecht. Nicht jedes schulpädagogisches Lernkonzept kann Schüler und Schülerinnen dort abholen, wo sie individuell stehen. Genau hier setzt das Projekt „Wir machen grün“ der Kastanienhof-Stiftung an. In Kooperation mit dem Querwaldein e.V. werden bereits seit 2009 für viele Kölner Förderschulen, möglichst schulnah, ganzheitliche Lernorte in der Natur eröffnet.
Kindern und Jugendlichen mit körperlichen und/oder geistigen Einschränkungen wird durch dieses Projekt ermöglicht, barrierefrei und altersgerecht die Natur ihrer Stadt zu entdecken. Die Schüler*innen ab Klasse 4 erfahren und erforschen dabei auf vielfältige Weise die Natur in allen Facetten. Dabei werden sowohl das eigene Selbst-Bewusstsein gestärkt, als auch die Beziehungen zur natürlichen Mit-Welt vertieft, Motorik und Sinne geschult sowie das soziale Miteinander geübt. Das gemeinsam mit der Stiftung ausgearbeitet Kooperationsprojekt „Wir machen grün“ trägt von Anfang an die Stiftungsziele wie „Kinder stark machen und Jugendlichen Selbstvertrauen geben und Zukunftsperspektiven schaffen“ in sich.
Ansprechpartner für das „Wir machen Grün“ Projekt bei Querwaldein ist Stephan Weinand
Die Pädagogik:
Wir erschaffen ganzheitliche Lernorte, an denen Lernen in Gemeinschaft durch Vorleben und Mitgestalten geschieht. Unser naturpädagogischer Rucksack ist gefüllt mit vielfältigem Wissen, Kreativität, langjähriger Erfahrung und zahlreichen wildnis-, garten- und naturerlebnis-pädagogischen Methoden. Hiermit geben wir Impulse zum unmittelbaren Erleben der Natur und der Gruppe, zur Aneignung von Wissen über Ökologie und natürliche Kreisläufe, zu gesunder Ernährung und ökologischem Gärtnern sowie zum kreativen Gestalten mit und in der Natur.
Die Angebote:
Die Angebote sind möglichst abwechslungsreich gestaltet und bieten kognitive, soziale, emotionale und handlungsorientierte Impulse. Der didaktische Aufbau folgt dem Ziel, den Schüler*innen ein tiefes Eintauchen in die Natur und die Gruppe zu ermöglichen. Durch diese ganzheitliche Ansprache kann ein Gefühl von Naturverbundenheit entstehen und ein wechselseitiges Geben und Nehmen wachsen. Neben der Intention, Begeisterung für die Natur zu wecken, werden auch die Bildungsvorgaben der jeweiligen Förderschulen und Förderschwerpunkte mit einbezogen.
Der gezielt eingesetzte Wechsel von angeleiteten Einzelübungen, Aktionen mit der ganzen Gruppe, sowie Kleingruppen- und Partner*innenarbeit gibt den Angeboten einen lebendigen Verlauf. Zusätzlich ergänzende Freispiel/Freiraum-Zeiten ermöglichen es den Schüler*innen, innerhalb des pädagogisch gehaltenen Rahmens, ihren eigenen Impulsen nachzugehen oder sich an offenen Aktions- und Lernstationen zu beteiligen.
Bei der Konzeption der Veranstaltungen berücksichtigen die Referent*innen neben der Individualität der Schüler*innen auch den sich ständig wandelnden Naturraum. Die Veranstaltungen folgen einem methodischen Leitfaden und lassen trotzdem genug Spielraum für situatives und prozessorientiertes Lernen, welches die Neugierde der Teilnehmenden aufgreift und wachhält. Um an die Lebenswelt der Schüler*innen sowie deren Bedürfnisse anknüpfen zu können, werden im Vorfeld methodische und inhaltliche Absprachen mit den Lehrer*innen bzw. der Schule geführt.
Zentrale Elemente der naturpädagogischen Arbeit sind die spielerische Wissensvermittlung der heimischen Tier- und Pflanzenwelt, das Basteln, Bauen und Experimentieren mit Naturmaterialien sowie Sinnes- und Bewegungsspiele. Zudem wird das Gruppenerleben durch kooperative Teamaufgaben erfahren und gefördert.
Innerhalb der Kooperationsangebots „Wir machen grün“ legen wir stets großen Wert darauf, die Eigeninitiative, Partizipation und Selbstbestimmung der Schüler*innen zu würdigen. Die Erfahrung von Selbstwirksamkeit durch eigenes Tun fördert das Selbstvertrauen und den Mut, neue Dinge auszuprobieren.